Ein Idyll - der Voigdehäger See

 

Übersicht zum Voigdehäger See

 

Der Voigdehäger See ist ein idyllischer Flecken Erde. Sein heutiges Aussehen verdankt der See einer Aufstauung des Baches Zitterbäk, welcher im Mittelalter durch Mönche angestaut wurde.

 

Heutige Nutzung

Heute dient der See dem Anglerverein zum Fischfang. Weiterhin lädt der See natürlich auch zum Verweilen ein. Mittlerweile wäre es allerdings wieder nötig, dass hier Baggerarbeiten statt finden und der See wieder der breite Menge der Bevölkerung zugänglich gemacht wird.

In manchen sehr kalten Wintern, wenn der See zugefroren ist und von der Feuerwehr freigegeben, kann man hier auch wunderbar Schlittschuh laufen.

 

Eishockey in den 1950ern Jahren

 

Damm zwischen Bauernteich und Voigdehäger Teich

Die alte Ortsstraße, welche direkt an der Voigdehäger Kirche vorbeiführt, liegt auf einem Damm, welcher von Mönchen im Mittelalter angelegt wurde. Heutzutage trennt er den Voigdehäger See vom Bauernteich. Die Straße besteht aus klassischem Katzenkopfplaster, allerdings hat man das Gefühl. dass die Straße zum letzten Mal in der Kaiserzeit erneuert wurde. Eine Sanierung ist mehr als überfällig, Fußgängerwege existieren leider noch nicht.

 

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Angelverein am Voigdehäger See

 

Einleitung

Im Voigdehäger Teich befinden sich zahlreiche Fischarten, die zum Angeln einladen. Der See ist etwa 13,5ha groß und hat eine maximale Tiefe von etwa 6m. Einige Fischarten können aber nicht das ganze Jahr über geangelt werden. Zu beachten sind die Laichzeiten und die Mindestgröße, die der Fisch dazu haben muss. Informieren Sie sich am besten beim Anglerverein.

Anlage des Anglervereins

 

Folgende untenstehenden Fische sind bekannt. Diese treffen aber nur auf den Voigdehäger See oder den Andershofer Teich zu. Nicht alle diese Fische sind im Bauernteich anzutreffen. Die Links verweisen zu den entsprechenden Wikipedia Einträgen.

Fischarten

 

Wasserzulauf nahe Anglerverein

 

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Die Seen in Voigdehagen

 

Einleitung

Für den kleinen Ort Voigdehagen ist eines besonders charakteristisch: seine Seen, Teiche und zahlreichen Wassergräben. Von der denkmalgeschützten Pflasterstraße inmitten des Dorfes blickt man von der kleinen Brücke aus in südlicher Richtung auf den kleinen Voigdehäger See, der in früheren Jahren auch als Bauernteich bezeichnet wurde.

 

Am Bauernteich

In Richtung Stralsund, also nördlich gesehen, befindet sich der größere Voigdehäger See. Seine Entstehung und spätere Ausformung geht bis in die jüngste Eiszeit zurück. Bis weit ins Mittelalter war an der heutigen Stelle des Voigdehäger und Andershofer Teiches eine sumpfige Gegend. Vielerorts gelangte Wasser über zahlreiche kleine Zuflüsse in diese sog. nacheiszeitliche Schmelzrinne. An eine Bewirtschaftung war in dieser Zeit nicht zu denken. Zu einer entscheidenden Veränderung kam es zum Ende des 13. Jahrhunderts. Mönche des Zisterzienser Klosters Neuenkamp auf Rügen errichteten am Ende der Abflussrinne in Stralsund einen etwa 300 m langen Staudamm.

Durch dieses Bauwerk, manch einer meint, es wäre der erste größere Staudamm in Deutschland gewesen, wurde der heutige Voigdehäger See angestaut. Aus dem bisherigen flachen, stellenweise sumpfigen Gewässer wurde ein See, der schiffbar war und sich gut für die Fischerei eignete. Der Staudamm ist heute in der Denkmalsliste von Stralsund erfasst.

In Voigdehagen wurde später auch eine Kopfsteinpflasterstraße gebaut, durch die der Bauernteich vom Voigdehäger See abgegrenzt wurde. Interessant ist auch, dass schon in dieser Zeit nahe der Brücke zwischen den beiden Gewässern eine Wassermühle betrieben wurde.

Vom Kanu aus gesehen. Sonst gelangt man nicht auf den See


Der Staudamm brachte aber für die Stadt Stralsund noch weiter Vorteile mit sich. Zum einen verhinderte er Überflutungen der Frankenvorstadt vom Strelasund her und zum anderen wurde durch die Mönche ein Grabensystem zur Versorgung der Stadtteiche mit Wasser angelegt (z.B., der noch heute existierende Hohe Graben, welche über die damalige Kupfermühle in die Stadt führte.)


Im Laufe der Jahre änderte sich der Name des Sees mehrmals. Auf Karten aus dem 17. Jahrhundert findet man die Bezeichnung Voigdehäger Molen. Aber auch der Name Bremer Teich ist anzutreffen. Durch den Bau der Bahnstrecke für die Uckermärkisch-Vorpommersche Eisenbahn von Stralsund nach Berlin im 19. Jahrhundert wurde der heutige Andershofer Teich vom Voigdehäger See abgetrennt. Über einen Tunnel ist aber eine Verbindung vorhanden und sogar eine Zufahrt mit kleinen Booten möglich.

Die Tiefenkarten zeigen, dass die Seen stellenweise eine beachtliche Tiefe von 5-6 m und im Andershofer Teich sogar bis zu 10 m aufweisen. Das Seevolumen beträgt: Voigdehäger See ca. 504.000 m³ und vom Andershofer See 186.000 m³.

Durchfahrt zum Andershofer See


Die Bildergalerie aus der Chronik zu Voigdehagen zu den hiesigen Seen eröffnet einen kleinen Blick auf die Schönheit dieser wasserreichen Landschaft. Naturfreunde wandern gern an den Ufern des Voigdehäger Sees entlang und erkunden hier die Vielfältigkeit der Natur. Neben urwüchsigen Bäumen und üppigem Uferbewuchs, kann man Schwäne, kleinere Wasservögel und eine Unmenge von Singvögeln beobachten. Umwandert man den Bauernteich, wird man von einem wahren Vogelkonzert begleitet. Man spürt richtig, dass sich diese kleinen Piepmätze hier sehr wohl fühlen.

 

Die Seen strahlen eine herrliche Ruhe aus


Seit Jahrzehnten besteht der hiesige Anglerverein und erfreut sich eines ergiebigen Fischreichtums in beiden Gewässern. Die Internetseite des Vereins gibt über das vielfältige Vereinsleben einen guten Einblick.
Immer wieder zieht es aber auch „fremde“ Petrijünger hierher und manchmal schlagen auch sog. „Karpfenfischer“ ihre kleinen Zelte am Ufer auf.

Interessant sind aber auch Wanderungen hin zu den Moorniederungen des angrenzenden Ortes Zitterpenningshagen, oder eine Radtour zum nahegelegenen Krummenhäger Sees.



Quellen:
- Geschichte der Seen, http:// www.stralsunder-sportanglerverein.de
- Voigdehäger Teich, http://de.wikipedia.org/wiki/Voigdehäger_Teich
- Stadtarchiv Stralsund

 

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