Die Voigdehäger Kirche

 

Die Voigdehäger Kirche geht in Ihrer Entstehungszeit auf die erste Hälfte des 15 Jahrhunderts zurück. Sie wurde an derselben Stelle wie ihr Vorgängerbau erreichtet, die Geschichte dieser Kirche ist also noch viel älter, vermutlich geht die Geschichte sogar auf das 13. Jahrhundert zurück.

Bis ins 18. Jahrhundert hinein war die Voigdehäger Kirche die Mutterkirche der Stralsunder Pfarrkirchen.

Der Haupteingang befindet sich heute an der Südseite der Kirche. An der Westseite befindet sich der Glockenstuhl, welcher vor kurzem erst neu errichtet worden ist. An der Westseite befand sich auch ehemals der Haupteingang der Kirche.

Auf der Nordseite befindet sich die Sakristei der Kirche, welche sich leider aktuell in einem erbärmlichen Zustand befindet. Es ist aber geplant, die Kirche zu sanieren.

Soweit zum äußeren. Im Inneren der Kirche befindet sich eine Buchholzorgel, welche auf das Jahr 1846 datiert. Weiterhin ist dort auch die schwedische Patronatsloge zu finden, welche aus dem Jahre 1725 stammt. Dort nahmen gerne die schwedischen Landesherrn Platz, denn Stralsund und Voigdehagen haben auch ein schwedisches Zeitalter. Die Landesherren schienen aus Ihrer Sichtweise heraus einen höheren Stellenwert zu haben, als die Geistlichkeit der Kirche, denn die Patronatsloge ist höher als die Kanzel der Kirche.

Die Kirche ragt über den kleinen Ort herüber. Sie liegt auf einer Anhöhe, umgeben von einem Friedhof. Das bekannteste Grab ist das der Familie Wulffcrona, einer Stralsunder Weinhändlerfamilie, welche Ihren Ursprung in Schweden hat.

Die Innenausstattung wirkt relativ schlicht, allerdings ist die Buchholz Orgel schon einen Hingucker wert, ebenso der Altar und die schwedische Patronatsloge aus dem Jahre 1725. Das Gebäude selbst ist einschiffig und äußerlich gotisch gehalten, wenn auch die Innenausstattung barocken Stils ist.

Jedes Jahr, wenn zu Weihnachten die Weihnachtsgeschichte vom Pfarrer vorgetragen wird, ist auch immer ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt, welcher die Kirche hell erleuchtet. Ein Viertelstunde vor dem eigentlichen Gottesdienst läuten dann schon die Glocken, welche kilometerweit zu hören sind.

 

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